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Ergonomie - Das Problem

Das Hauptproblem: die Wirbelsäule

Sitzen gilt allgemein als Ruhestellung nach dem Stehen oder Laufen. Bewegungsapparat sowie Kreislauf werden entspannt und der Organismus reduziert sowohl Tätigkeit wie auch Energieverbrauch. Diese Position unterstützt geistige Arbeit und fördert die Funktion des Gehirns.

 

Trotzdem ist der Mensch für langes Sitzen nicht geschaffen. Die Bandscheiben, die als Stoßdämpfer und elastischer Puffer zwischen den Wirbelkörpern fungieren, werden nur in unbelastetem Zustand durch Diffusion mit Nährstoffen versorgt. Dauerbelastung und Austrocknung können zu irreparablen Schäden führen. Weniger Belastung erfährt der Rücken durch die typische, nach vorne gebeugte Haltung beim Sitzen. Trotzdem spricht man bei einer aufrechten Position von der richtigen Haltung. Es entsteht also ein regelrechter Interessenkonflikt, und so kann jede Empfehlung für die eine oder andere Sitzhaltung lediglich ein Kompromiss sein.

 

Nicht außer Acht gelassen werden dürfen auch Blutkreislauf und Lymphsystem, die für Immun- und Abwehrfunktionen des Organismus zuständig sind. Bewegungsmangel drosselt Nährstoffzufuhr und Stoffwechsel. Unter ungünstigen Umständen können sogar Beschwerden und Dauerschäden ausgelöst werden.

 

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